Sekundarschulen, Malawi und Sambia

Entwurf und Design | Werkplanung
2024–2025

Für den Bau von Sekundarschulen in Sambia und Malawi wird ein Konzept erarbeitet, das den lokalen Bedingungen in den jeweiligen Ländern gerecht wird. Dennoch soll eine Übertragbarkeit von Entwurfs- und Bauprinzipien erreicht werden, um standardisierte Prozesse in Planung und Umsetzung zu erreichen und somit effizient und kostengünstig planen und bauen zu können. Lokale Standortbedingungen, materielle Verfügbarkeiten und ortsübliche Bauweisen führen zu einer Überarbeitung der bisher gebauten Schulplanungen, bei der auch die Herstellung von eigens hergestellten Lehmziegeln untersucht wird.

Eine Analyse der bereits gebauten Schulprojekte in beiden Ländern führt zu einer Erstellung des neuen Entwurfskonzepts. Im Vordergrund stehen eine natürliche und einfach strukturierte Belüftung der Räume und eine an die bisherige Bauweise angelehnte Dachkonstruktion, die mit wenigen Anpassungen durch die gleichen Fachkräfte erreichtet werden kann. Das asymmetrisch ausgerichtete Dach, das zur Belüftung von den Wänden abgehoben ist, bildet nicht nur gestalterisch eine Weiterentwicklung des bekannten Satteldaches, sondern bietet auf der kürzeren, aber steileren Dachseite Platz für Solarmodule. Die gleichzeitig größere und flacher ausgebildete Seite dient der Sammlung des Regenwassers in einem zentralen Tank, der im Innenhof entlang des Schulgebäudes errichtet werden kann. Der Dachüberstand in Richtung Innenhof ist gleichzeitig ein überdachter Gang entlang aller Räume der Klassen- und Verwaltungsbereiche.

Neben dem Hauptschulgebäude selbst werden die Unterkunftsgebäude für die Schüler*innen und Lehrer*innen, sowie eine Aula geplant, die den gleichen Gestaltungsprinzipien folgen. Die Dachform zieht sich über den gesamten Campus fort, wird aber an die unterschiedlichen Dimensionen der Gebäude angepasst. Allen Gebäuden ist gleich, dass die Asymmetrie des Dach und zum Teil der Blick in den hohen Dachstuhl von Innen erlebt wird.